Dialog-Werkstatt: Rückblick

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Am 11. September 2017 hat die erste Dialog-Werkstatt in Buir stattgefunden. Wir hatten die Veranstaltung relativ kurzfristig über das Internet und persönliche Ansprache angekündigt. Es fanden sich insgesamt neun Menschen aus verschiedenen Orten und mit verschiedenen Hintergründen ein. Vertreten war ein Landtagsabgeordneter, ein Umsiedler, eine Wissenschaftlerin, vier Menschen von der Waldbesetzung im Hambacher Forst sowie zwei Menschen aus der Photovoltaik-Branche.

Ablauf 

Der kleine Rahmen bot die Gelegenheit für intensive Gespräche. Nach einer Vorstellungsrunde im großen Kreis teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Es gab einer deutschsprachige und eine englischsprachige Gruppe, was auch zeigt, dass das Thema von internationalem Interesse ist. In den jeweiligen Gruppen konnten die Anwesenden aus mehreren Zetteln einen Zettel ziehen. Auf dem Zettel war eine Position definiert. Es gab zwei gegensätzliche Positionen (Braunkohle weiter fördern vs sofortiger Ausstieg) und zwei bis drei Positionen dazwischen. Die Menschen waren nun eingeladen, nacheinander Argumente zu finden, warum die Position auf dem Zettel richtig sein kann. Nach dieser Runde gab es eine Runde, in der die Anwesenden eingeladen waren, Vorschläge zu machen: „Welche Ideen/Anregungen habe ich persönlich zu der aktuellen Situation?“

Ergebnis

Nach diesen Runden kamen wir noch mal im großen Kreis zusammen für eine Abschlussrunde. Aussagen, die ich mir notiert habe: Wir brauchen mehr Dialog. Freudig überrascht. Alle stehen für sich. Ich bin froh, dass sich alle darauf eingelassen haben. Es geht um jeden Baum. Es gibt Menschen, die uns unterstützen. Das Thema wird wahrgenommen. Richtig schöner Abend. Zwischen Optimismus und Resignation. Ich finde es wichtig, dass Menschen sich verantwortlich fühlen. Viele gute Ideen, die unterdrückt werden – von außen oder von den Menschen selbst. Menschen zusammenbringen und reden lassen. Sie können sich öffnen und es gibt Alternativen. Ohne Hoffnung macht das Leben keinen Spaß.

Ausblick

Am Ende sprachen wir noch in offener Runde miteinander. Wir haben Gemeinsamkeiten gefunden. Es wurden neue Ansätze zur gesellschaftspolitischen Ausgestaltung besprochen. Ein weiteres Puzzle-Stück auf dem Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung.

Eine Anregung war die Planungszelle am Beispiel des Bürgergutachtens für den ÖPNV Hannover. In Hannover wurde das Verfahren der Planungszelle/Bürgergutachten zum ersten Mal eingesetzt, um Fragen des öffentlichen Personennahverkehrs zu klären. Der Auftraggeber war die ÜSTRA Hannoversche Verkehrsbetriebe AG, die auf diese Weise Anregungen und Kritik von ihren Kunden – aber auch von Außenstehenden – in eine Verbesserung ihres Angebotes einfließen lassen wollte.
http://www.beteiligungskompass.org/article/show/818
http://www.planungszelle.de/

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