Zukunftsfähige Energieversorgung

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Barcamp Renewables am 27. Oktober 2017 in Kassel

RWE und die aktuelle Landesregierung von NRW begründen Förderung und Verbrennung von Braunkohle zur Stromproduktion mit drei Standardargumenten: 1) Versorgungssicherheit, 2) Arbeitsplätze und 3) Wettbewerbsfähigkeit.

Ökologie und Klimaschutz und die damit verbundene Zukunftsfähigkeit der Energieversorgung werden diesen drei Zielgrößen untergeordnet. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen regulieren den Markt aktuell zu Gunsten der atomar-fossilen Energiewandlung. Kann diese Rechnung aufgehen?

Der Silicon Valley-Unternehmer und Stanford-Dozent Tony Seba sieht das alte Energie- und Verkehrssystem an der Schwelle zur vollständigen Disruption. In seinem Bestseller „Clean Disruption of Energy and Transportation“ beschreibt er, wie Solar- und Windenergie, Elektroautos und autonom fahrende Fahrzeuge das Energie- und Verkehrssystem bis 2030 radikal umwälzen werden. Das Buch ist jetzt auch auf Deutsch unter dem Titel „Saubere Revolution 2030“ erschienen.
http://blog.metropolsolar.de/2017/09/tony-seba-saubere-revolution-2030/

Es wird Zeit für eine offene und transparente Diskussion, welche gesetzlichen Rahmenbedingungen für eine zukunftsfähige Energieversorgung notwendig sind, um 1) Versorgungssicherheit, 2) Arbeitsplätze und 3) Wettbewerbsfähigkeit unter Berücksichtigung der ökologischen Gesetze tatsächlich und langfristig zu gewährleisten.

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Keine Rodungen bis Ende 2017

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Luftlinie ca. 1 km zwischen Bahnhof Buir und Waldrand

Stand: 18.12.2017

Die Rodungen im Hambacher Wald wurden vom OVG Münster am Abend des 28. November nach zwei Tagen gestoppt.

Am 5.12.2017 veröffentlichte RWE eine Stellungnahme zum Antrag Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Braunkohleausschuss: „Detaillierte Darstellung der Erforderlichkeit für eine Rodung des Hambacher Forstes bei Morschenich“

Das NRW-Wirtschaftsministerium wolle sich nach eigenen Angaben kommenden Freitag zum Vergleichsvorschlag äußern. Inzwischen hat RWE mitgeteilt, bis zum 31. Dezember 2017 den Hauptbetriebsplan 2015 bis 2017 nicht zu vollziehen und keine Abholzungs- und Rodungsmaßnahmen in dem streitbefangenen Gebiet im Hambacher Forst mehr vorzunehmen. Das bestätigt eine Pressemitteilung des OVG Münster.

Somit ist erst mal Ruhe im Wald. Draußen ist es kalt und dunkel. Gute Voraussetzungen für eine Märchenstunde. Mit einem Heißgetränk und ein paar Keksen machen wir es uns gemütlich. Die Märchenstunde kann beginnen: Geschichten rund um den Tagebau und um den Wald mit Arnoldus, Barbara, Michael und weiteren Figuren.

Der Wald. Ein Wintermärchen.

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Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus…

Am Sonntag trafen sich mehr als 400 Menschen zum 44. Waldspaziergang im Schnee. Das schreibt Michael Zobel:
https://hambacherforst.org/blog/2017/12/07/waldspaziergang-mit-michael-zobel-am-sonntag-10-12-2017-1130-uhr/#comment-5442

Dazu gibt es viele Fotos:

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https://photos.app.goo.gl/XIwRy3Xdzpms38vB3
https://photos.app.goo.gl/555Dmka9JUm3urjj2
https://www.facebook.com/BuirerFuerBuir/

Der Schnee bedeckt alles.
Es wird still.

NRW-Kommunen und RWE

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Tagebau Garzweiler entlang der A46

Am 5. Dezember hat der WDR berichtet, wie RWE sich Einfluss auf den kommunalen Zweckverband für Tagebaufolgen (Mönchengladbach, Erkelenz, Jüchen &Titz) erkaufen will:
https://www1.wdr.de/nachrichten/geheimvertrag-rwe-tagebau-kommunen-100.html

Im Zweckverband, der sich morgen am 8. Dezember gründet, wollen die Kommunen gemeinsam Strategien entwickeln, wie die Landschaftsplanung nach Schließung des Tagebaus aussehen kann:
http://www.energate-messenger.de/news/179270/braunkohle-kommunen-gruenden-verband-mit-rwe

Dabei gibt es Kritik von Heinz Spelthahn, ehemaliger Gemeindedirektor von Jüchen, dass „RWE […] vor allem daran interessiert [ist], die Kommunen als Geiseln gegen den Ausstieg aus der Kohle zu nehmen.“
https://www.ksta.de/region/ex-gemeindedirektor-von-juechen–rwe-sichert-sich-knebelbefugnisse–29023574

Sat1 hat dazu am 5. Dezember Uli Müller von LobbyControl interviewt:
https://www.sat1nrw.de/aktuell/tagebaufolgen-entgegenwirken-177010/

RWE nennt Vertrag mit Zweckverband Tagebaufolge(n)landschaft Garzweiler „gelebte Partnerschaft“:
https://news.rwepower.com/kommunen-im-rheinischen-revier-gestalten-strukturwandel-gemeinsam-mit-rwe-power/

 

Radtour Barbararunde: Rückblick

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Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Kleidung!

Dem Schneeregen zum Trotz haben sich gestern vier wetterfeste Menschen mit ihren Fahrrädern vor dem Bahnhof in Sindorf getroffen. Die Menschen kamen aus Troisdorf, Bonn, Köln und der Umgebung. Bei nasskaltem Winterwetter fuhren wir über verschiedene Stationen in den Hambacher Wald.

GPX: Fahrradtour Kerpen Regierungsbezirk Köln
https://www.gpsies.com/map.do?fileId=emhwxmbsdmxkyhyp Weiterlesen „Radtour Barbararunde: Rückblick“

Barrikaden am Tagebau Hambach

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„Aufbrechen“ – Gottesdienst und Pilgerweg in den Hambacher Wald am 14.10.2017

Stand: 18.12.2017

Auch wenn der Löwenanteil des schützenswerten Ökosystems bereits zerstört ist, so ist noch ein kleiner Rest des Hambacher Waldes übrig.
https://energieliga.wordpress.com/2017/10/21/kohlekrater-vs-wald/

Dieser kleine Rest kann Keimzelle werden für einen Wandel hin zu einer Wirtschaft, die nicht das Geld, sondern unsere Lebensgrundlage und die Menschen in den Mittelpunkt stellt. Ohne Barrikaden wäre der letzte Rest wohl längst verschwunden. Weiterlesen „Barrikaden am Tagebau Hambach“