Kein schöner Land

Für die Bewohner von Manheim, die am Rande des Tagebau Hambach leben bzw. lebten und zum größten Teil bereits dem Tagebau gewichen sind, hat Hubert Perschke einen Bildband zu Manheim und seinen Bewohnern verlegt, um die Erinnerungen an das Dorf wach zu halten. Das Erinnerungsalbum „Mein Manheim“ ist käuflich zu erwerben.

Eine Ausstellung wird unter dem Titel „Vergangenheit – Verlust – Veränderung“ am Samstag, 9. September 2017 um 16:00 in Blankenheim eröffnet.
https://www.transition-initiativen.de/events/ausstellung-vergangenheit-verlust-veraenderung

Die Ausstellung „Ruhe, aber nicht in Frieden“ – Bilder aus dem Hambacher Forst von Hubert Perschke ging am Freitag, 12. Mai 2017, zu Ende.
https://gruene-juelich.de/2017/05/09/finissage-im-gruenen-buero/

BUBE DAME KÖNIG – Kein schöner Land

1.
Kein schöner Land in dieser Zeit
als hier das unsre weit und breit,
wo wir uns finden wohl unter Linden
zur Abendzeit.

2.
Da haben wir so manche Stund
gesessen da in froher Rund
und taten singen, die Lieder klingen
im Eichengrund.

3.
Dass wir uns hier in diesem Tal
noch treffen so viel hundertmal,
Gott mag es schenken, Gott mag es lenken,
er hat die Gnad.

4.
Nun, Brüder, eine gute Nacht,
der Herr im hohen Himmel wacht;
in seiner Güten uns zu behüten,
ist er bedacht!

Melodie und Text: Anton Wilhelm von Zuccalmaglio (1803–1869), nach einer älteren Melodie, in: Kretzschmer/Zuccalmaglio, Deutsche Volkslieder mit ihren Original-Weisen, Berlin 1838–1840
http://www.liederprojekt.org/lied29166-Kein-schoener-Land.html

Niederrheinische Bucht: Zahlen und Fakten

Für den Hambacher Forst ist das Regionalforstamt Rureifel-Jülicher Börde als Untere Forstbehörde zuständig.
https://www.wald-und-holz.nrw.de/ueber-uns/einrichtungen/regionalforstaemter/rureifel-juelicher-boerde/

Die Niederrheinische Bucht wird im Osten vom Rheinischen Schiefergebirge begrenzt und breitet sich trichterförmig nach Norden und Westen aus. Die Grenze zum nördlich anschließenden Niederrheinischen Tiefland ist orographisch nicht auffällig und im wesentlichen durch sich ändernde Boden- und Klimaeigenschaften bedingt. Im Süden und Westen grenzt die Niederrheinische Bucht an die Eifel. Der horstartige Höhenzug der Ville trennt die linksrheinischen Flächen in die westlich gelegene Jülich-Zülpicher Börde und die östlich sich erstreckende Köln-Bonner Rheinebene. Die höchsten Erhebungen finden sich mit Höhen ca. 260 m ü NN im Drachenfelser Ländchen und auf der Sophienhöhe. Das Gebiet wird durch Rhein, Erft und Rur entwässert.
https://www.wald-und-holz.nrw.de/wald-in-nrw/wuchsgebiete/niederrheinische-bucht/

Braunkohletagebau Hambach

Die Karte ist bereits veraltet. Der Wald zwischen Braunkohletagebau und der alten Wegführung der A4 wurde bereits gerodet. RWE plant, die Flächen bis zur neuen Wegführung der A4 abzubaggern. Auf diesen Flächen befinden sich im Moment noch die Reste des Hambacher Waldes, die beiden Dörfer Manheim und Morschenich sowie landwirtschaftlich genutzte Flächen.

#hambawa

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Sonnenaufgang im Wald

Der Hambacher Forst liegt je zur Hälfte im Kreis Düren und im Rhein-Erft-Kreis.

hambacherforst.org: „Der Hambacher Wald gehörte mit seinem einzigartigen Ökosystem zu den letzten großen Mischwäldern in Mitteleuropa. Von seinem ursprünglichen 5.500 Hektar sind heute weniger als ein Zehntel vorhanden. Der Hambacher Wald, einst Bürgewald genannt, hat eine über mehrere Jahrtausende alte Geschichte. Genauer gesagt existiert er seit der letzten Eiszeit vor 12.000 Jahren. Mit seiner einzigarten Vielfalt an Flora und Fauna bietet er vielen Lebewesen ein zu Hause. In dem jetzt noch stehenden Rest finden sich Stieleichen und Hainbuchen, die über 300 Jahre alt sind. Er bietet vielen Zugvögeln jedes Jahr einen Zwischenstopp und wird von Waldkäuzen, Fledermäusen und Haselmäusen bewohnt.“
https://hambacherforst.org/hintergruende/der-wald/

Die nächste Rodungssaison soll am 1. Oktober 2017 beginnen.
https://hambacherforst.org/rodungssaison-17/

Lasst uns zusammen kommen und alternative Lösungen zur Energieversorgung finden, so dass der Wald, die Dörfer und die landwirtschafltichen Flächen erhalten bleiben.

Die Zeit ist reif.